Pranayama – Kleiner Energiekreislauf
Verbindung zu dir selbst
Fühle dich wieder verbundener – mit Bauch, Herz und Kopf. Und erlaube deinem Atem und deiner Energie wieder freier zu fließen. Wie wäre es da mit einem wunderbaren Pranayama, welches genau diese Wirkung hat? Mit Führen deiner Aufmerksamkeit im Kleinen Energiekreislauf. Der kleine Energiekreislauf fließt vom Perineum (Mitte des Beckenbodens) an der Wirbelsäule hinauf, mittig über den Kopf und dann an der Vorderseite mittig wieder hinunter.
So übst du das Pranayama
Fluss des tiefen Atems
Zunächst beginnen wir mit einer Aktivierung der Wirbelsäule. Wir setzen uns aufrecht auf die Sitzhöcker. Kippen das Becken mit dem Einatmen leicht nach vorne (das Steißbein zieht nach hinten, dein Gewicht verlagert sich etwas vor die Sitzhöcker). Gebe deiner Atemwelle viel Raum bis hinunter in den Bauch, der Brustkorb weitet sich in alle Richtungen. Die Wirbelsäule streckt sich, auch die Halswirbelsäule (das Kinn zieht leicht Richtung Kehle). Mit dem Ausatmen schwingt das Becken zurück und die Wirbelsäule in ihre natürlichen Wölbungen. Der Atem fließt beim Ein- und Ausatmen durch die Nase. Dabei geht Ein- und Ausatmen direkt ineinander über. Nach dem Ausatmen ist eine kleine Pause zum Setzen von Mula-Bandha und wir beginnen wieder mit dem nächsten Impuls mit dem Einatmen. Der Atem fließt tief, langsam und stetig – wie Öl.
Aktivierung des Beckenbodens
Wir nehmen Mula-Bandha mit hinzu, die Kontraktion des Beckenbodens. Sie wird vor dem Einatmen gesetzt und mit dem Ausatmen wieder gelöst. Übe dies, bis die Bewegung mühelos fließen kann.
Führen der Aufmerksamkeit im Kleinen Energiekreislauf
Wir nehmen das Führen der Aufmerksamkeit im kleinen Energiekreislauf hinzu. Wir spüren mit dem Einatmen vom Perineum (Sitz des Wurzelchakras) die Wirbelsäule hinauf, über den Kopf und dann hinunter bis zum Gaumen hinter den Schneidezähnen. Hier setzen wir Khecari-Mudra, d.h. wir legen die Zungenspitze dort an. Mit dem Ausatmen führen wir unsere Aufmerksamkeit durch die Zunge, und dann mittig und breit die Vorderseite hinunter zurück in den Beckenboden bis zum Perineum. Dabei lösen wir wieder Mula-Bandha (den Beckenboden) und Khecari-Mudra (den Zungenverschluss).
Vertraue der Intelligenz deiner Körper-Seele
Wenn du beginnst den Energiefluss zu spüren, vertraue deinem Körper den Bewegungsablauf so fließen zu lassen, dass er optimal den Energiefluss unterstützt. Dabei werden die energetischen Tore geöffnet. Die Verbindung von Bauch- Herz- und Kopfzentrum wird gefördert. Und die Übung hat eine wunderbar ausgleichende Wirkung auf unser Nervensystem. Viel Freude dabei, dich neu zu entdecken!
Einen Video dazu findest du hier auf Instagram und hier auf Facebook
Tipp für Fortgeschrittene
Wenn du bereits im Pranayama erfahren bist, dann kombiniere dieses Pranayama mit Ujjayi, dem leichten Reibelaut in der Kehle. So kann dein Atem noch langsamer fließen und die Wirkung der Übung wird vertieft.
Du willst mehr Pranayama? Komm zum Seminar!
Dann nehme doch an dem Seminar „Pranayama & Selbsterfahrung“ teil. Dort kannst du die Pranayamas erlernen und mit der Methode der Selbsterkundung des Diamond Approach noch tiefer in deine innere Erfahrung eintauchen, die durch die Pranayamas ermöglicht wird. Mehr Infos dazu findest du hier.

